Virtuelle Währung

 
Jochen Metzger
Jochen Metzger
Bundesbankdirektor, Leiter des Zentralbereichs Zahlungsverkehr und Abwicklungssysteme
 
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Definition

eine digitale Darstellung von Werten, die nicht von einer Zentralbank, einem Kreditinstitut oder einem E-Geldinstitut herausgegeben wird, die aber unter bestimmten Umständen als Alternative zu Geld dienen kann. Virtuelle Währungen, auch digitale Währungen genannt, können unterschiedlich ausgestaltet sein. In der Konzeption spielen dabei häufig fest definierte, mathematische Regeln eine große Rolle. Solange virtuelle Währungen von keinem Staat als gesetzliches Zahlungsmittel anerkannt sind, leitet sich ihr Wert ausschließlich aus dem Vertrauen in ihre freiwillige Akzeptanz ab.

Aus den Medien sind vor allem Bitcoin und Ripple als virtuelle Währungen bekannt. Dabei gehört Bitcoin zu den ältesten auf der Blockchain-Technologie basierenden virtuellen Währungen. Das System wurde erstmalig 2008 in einem White Paper erwähnt. Seitdem wurden zahlreiche virtuelle Währungen - häufig in Anlehnung an Bitcoin - geschaffen. Es ist lange Zeit die am höchsten kapitalisierte virtuelle Währung, die jedoch mitunter sehr hohen Wertschwankungen unterliegt. Aus diesem Grund wird Bitcoin häufig vor allem als Spekulationsobjekt gesehen.

Vgl. auch Blockchain, Kryptowährung.

 
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