Mietverlustversicherung

 
Prof. Dr. Fred Wagner
Prof. Dr. Fred Wagner
an der Universität Leipzig Vorsitzender des Vorstandes
 
GEPRÜFTES WISSEN
Über 150 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
 
Definition

1. Begriff: Versicherungsart, die den Mietverlust durch die Beschädigung oder Zerstörung von Gebäuden oder sonstigen Grundstücksbestandteilen infolge der Verwirklichung einer versicherten Gefahr zum Gegenstand des Versicherungsschutzes hat. Der versicherte Mietverlust kann entweder im Ausfall bzw. in der Minderung der Mietzahlung bestehen, sofern der Mieter kraft Gesetzes oder Mietvertrags dazu berechtigt ist, oder bei eigengenutzten bzw. unentgeltlich an Dritte überlassenen Räumen aus dem Nutzungsausfall in Höhe des ortsüblichen Mietwerts sowie etwaiger fortlaufender Nebenkosten.

2. Merkmale: Die Mietverlustversicherung ist der Betriebsunterbrechungsversicherung verwandt. Sie kann für gewerblich genutzte Räume mit einem eigenständigem Bedingungswerk (AMB 2010) angeboten werden, wobei folgende versicherte Gefahren bzw. Gefahrengruppen kombiniert oder einzeln vereinbart werden können: a) Brand, Blitzschlag, Explosion, Aufprall eines Luftfahrzeugs,
b) Leitungswasser,
c) Sturm, Hagel. Die Dauer der Entschädigungspflicht ist auf die vertraglich vereinbarte Haftzeit begrenzt, die i.d.R. zwölf Monate beträgt. Im Rahmen der verbundenen Wohngebäudeversicherung ist das Risiko des Mietverlusts für nicht gewerblich genutzte Räume ohne besondere Vereinbarungen automatisch mitversichert.

 
Suche in der E-Bibliothek für Professionals
Literaturhinweise/Links
 
Sachgebiete
 
 
Mehr zur Definition
 
Bücher (versandkostenfrei von springer.com)
Statistik (von statista.com)
Versicherte in der Privaten Krankenversicherung in Deutschland
Anzahl der Versicherten in der Privaten Krankenversicherung in Deutschland im Jahr 2011 (in Millionen)
Statistik: Versicherte in der Privaten Krankenversicherung in Deutschland
(Kostenpflichtige Statistik)