Gutenberg

 
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Definition

Erich, 1897–1984, wichtiger Vertreter der deutschen Betriebswirtschaftslehre nach dem Zweiten Weltkrieg. Von 1948–1951 hatte er den Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre an der Universität Frankfurt a.M., 1951–1966 den Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre sowie Spezielle Betriebswirtschaftslehre der Wirtschaftsprüfung und des Treuhandwesens an der Universität zu Köln inne.

Gutenberg entwickelte in seinem Werk „Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre“ ein neues System der Betriebswirtschaftslehre. Der Betrieb wird darin verstanden als die Gesamtheit der betrieblichen Teilfunktionen Produktion, Absatz und Finanzen. Dabei kam es ihm weniger auf die einzelnen betrieblichen Teilbereiche als auf die Gesamtheit dieser Funktionen an. Diese Einheit wird nach Gutenberg durch die Idee des Kombinationsprozesses, durch das Ausgleichsgesetz der Planung, durch das finanzielle Gleichgewicht und durch das Prinzip der Wirtschaftlichkeit gewahrt.

Zahlreiche bedeutende Beiträge Gutenbergs zu den betrieblichen Teilbereichen: Begründung der Produktionsfunktion vom Typ B (Gutenberg-Produktionsfunktion); Einführung der Theorie der Anpassungsformen (Anpassung) in die Produktionstheorie; Ableitung der Kostentheorie aus der Produktionstheorie; Analyse der Absatzpolitik von Unternehmen auf vollkommenen Faktormärkten und auf unvollkommenen Gütermärkten; absatzpolitisches Instrumentarium; Entwicklung der optimalen Selbstfinanzierungsrate; Steuerung der Prozesse im Unternehmen durch den sog. dispositiven Faktor; Ausgleichsgesetz der Planung.

 
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