GP

 
Katrin Schmidt
Katrin Schmidt
Referentin Arbeitsmarktberichterstattung
 
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Definition

systematisches Güterverzeichnis für Produktionsstatistiken; momentan gültig i.d.F. GP 2009; tiefere Untergliederung der europäischen CPA bzw. der PRODCOM-Liste. Das GP ist die Grundlage für die Durchführung der Produktionsstatistik in Deutschland. Nachgewiesen werden produzierte Güter aus den Bereichen Bergbauerzeugnisse, Steine und Erden sowie hergestellte Waren. Anders als die letzte Version von 2002 enthält die aktuelle Fassung damit die Bereiche Energie- und Wasserversorgung, Sekundärrohstoffe und Fertigteilbau nicht mehr. Das GP ist konzeptionell eng mit der NACE und der WZ verbunden. Damit ist es möglich, eine Verknüpfung zwischen den Tätigkeiten der Wirtschaftsbereiche und den produzierten Gütern herzustellen. Zur Definition und Abgrenzung der Positionen wurde auf das Harmonisierte System zur Bezeichnung und Codierung von Waren (HS) und die Kombinierte Nomenklatur zurückgegriffen, wodurch eine Vergleichbarkeit der Ergebnisse der Außenhandels- mit der Produktionsstatistik ermöglicht wird. Die Zuordnung der Waren erfolgt nach dem Schwerpunktprinzip zu der Gruppe, die dem Wirtschaftszweig entspricht, in dem die jeweilige Ware überwiegend hergestellt wird. Das GP wird bspw. als Erhebungsklassifikation in der vierteljährlichen Produktionserhebung verwendet. Eine Revision des GP erfolgt in etwa im Abstand von fünf Jahren. Die letzte Revision auf die Version 2009 umfasst dabei anders als frühere Aktualisierungen umfangreiche strukturelle Änderungen und eine Neufassung der Kodierung der einzelnen Positionen. Hintergrund dieser umfangreichen Änderungen sind Anpassungen an die internationalen Referenzklassifikationen.

Vgl. auch Klassifikationen.

 

 
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